Donnerstag, 26. Oktober 2023

Tapovan / Little Goa Beach

Am nächsten Morgen waren wir mit Dr.Amrit Raj nochmals im Ashram zum Tee verabredet, die Motorräder wurden gefilmt und fotografiert, und wir wurden zum Mittagessen eingeladen.



Den Nachmittag nutzten wir für einen Ausflug zum Ganges. Unterhalb des Hotels gibt es einen Strand, wo viele der Rafting Boote anlanden.

Eigentlich nicht weit zu laufen, wurden wir unterwegs trotzdem von einem Jeepfahrer mitgenommen, der zum Strand fuhr, um ein Boot abzuholen. 🙏


Wir setzten uns ans Ufer auf die Steine, schauten den Booten zu, halfen anderen Leuten bei Fotos machen ("Shall ein make a photo of you?" ☺️), tranken etwas, badeten die Füße an Ganges.. chillten eben.


Der Rückweg, nun bergauf, klappte auch problemlos. Wiederum sammelte uns ein Jeepfahrer unterwegs ein und nahm uns mit nach oben. 🤗

Tapovan / Lakshman Jhula Bridge / Arogyadham Retreat

Nachdem wir drei Nächte im ersten Hotel in Tapovan verbracht hatten, stellte sich die Frage: Weiterfahren? Und wohin?

Ich hatte schon ein paar Tage zuvor ein anderes Hotel in Tapovan mittels Booking.com gefunden - mit Außenpool (auf dem Hoteldach). Dieses fuhren wir dann an und buchten uns für insgesamt fünf (zweimal verlängert) weitere Nächte ein.

Mittlerweile hatten wir auch herausgefunden, dass es ganz in der Nähe, unterhalb von Tapovan, eine weitere rund 100 Jahre alte Hängebrücke gibt. 



Diese war das Ziel für den nächsten Tag. Leider ist die Brücke selbst schon seit ein paar Jahren gesperrt, so dass wir nur auf der hiesigen Seite bummeln konnten. Aber der Ausblick von der "German Bakery" auf den gegenüberliegenden Tempel und die Rafting Boote war auch nicht schlecht.


Als wir nach unserem Ausflug zurückkamen, wurden wir schon von ein paar Hotel-Mitarbeitern empfangen. Der Besitzer des Hotels möchte uns kennenlernen. ☺️ Ein kurzes Telefonat und Dr.Amrit Raj tauchte auf. Er war sehr angetan von uns und den Motorrädern. 


Er wollte unbedingt ein paar Bilder für seine Webseite haben, und der Vater wollte uns auch kennenlernen. Also wurden die beiden Motorräder in den nebenan liegenden Ashram verfrachtet, rundum fotografiert und wir wurden mit Tee versorgt. 🙏☺️

Sonntag, 22. Oktober 2023

Rishikesh

Unser nächstes Ziel war nicht weit - eigentlich lohnte es auch nicht mal wirklich, die Motorradklamotten anzuziehen. Es war nur eine Strecke von 30km, aber anderthalb Stunden Fahrzeit. Nein - keine geile kurvenreiche Strecke, sondern einfach nur megamäßiger Verkehr. 😵‍💫

Das Ziel war nicht Rishikesh selbst, sondern Tapovan, ein Teilort weiter nördlich.

Wir standen erstmal etwas ratlos und auch genervt von den ewigen Rumgehupe an der Hauptstraße und befragten Booking.com und Google-Maps nach einer geeigneten Unterkunft. Leider mal wieder viel mehr Schein als Sein, viele gefakte Beiträge und geschönte Fotos. 😵‍💫

Ziemlich entnervt schaue ich mich um und entdecke in einer Nebenstraße ein Schild. Ich ging die rund 150 m bis zum Hotel und es hatte alles, was wir brauchten. Tiefgarage, Pool, ordentliche Zimmer. Nehmen wir!

Lustig war erstmal der Weg in die Tiefgarage, den wir mit einem Fahrzeug-Lift überwanden. 😅 
Wir checkten für drei Tage ein.
Leider hatte der Pool einen Nachteil: er lag direkt neben dem Restaurant, mit einer Glaswand. Nicht sehr einladend, da als einzige reinzuhüpfen, 😅 weswegen ich ihn dann letztendlich doch nicht nutze.

Den ersten Nachmittag gingen wir chillig an, erkundeten nur die Stadt. 

Zufahrt zum Hotel nur noch für Einspurfahrzeuge 😅


Mittags wurde noch gebastelt und die Motorräder mit den obligatorischen Nummernschildern vorne ausgestattet.

Abends entdeckten wir ein cooles Restaurant, in dem bis auf den Chef alle Mitarbeiter gehörlos sind. Ein tolles Konzept.

Etwas Lagerkoller und ein bisschen fehlte uns auch der Kontakt zu anderen Menschen 🙄 Das ist oft der Nachteil an solchen "Luxushotels". 

So traf es auch ganz gut, dass ich über eine Facebook-Gruppe Julia, eine andere Indien-Reisende fand, die doch rein zufällig gerade mal 100 m Luftlinie von uns entfernt wohnte. 🤗 Gleich mal spontan zum Frühstück verabredet. Es ist schön, zum einen mal wieder jemanden kennenzulernen, sich auszutauschen und einfach wieder deutsch zu quatschen. 👋 Julia lebt länger in Tapovan und macht hier eine Ausbildung bei einem Heiler.


Am Vorabend hatten wir schon vom Rooftop-Cafe aus gesehen, dass die Hängebrücke von Rishikesh gar nicht so weit weg ist, und so machten wir uns zu Fuß auf den Weg. Runter zur Brücke, rüber, am Ganges-Ufer entlang bis zur nächsten Brücke, wieder zurück auf die richtige Seite - und wieder hoch nach Tapovan. Ein paar Kilometer und einige Höhenmeter. 👍 Aber es hatte sich gelohnt.

An die Kühe, die überall unterwegs sind, gewöhnt man sich.

Ein großer Ashram am Ganges-Ufer.


Wo es Touristen gibt, gibt es auch immer Affen.

Freitag, 20. Oktober 2023

Haridwar

Da wir erstmal etwas Zeit überbrücken müssen, sind wir nochmals gen Nord-Osten gefahren. Raus aus der Großstadt Dehli.

Wir standen an unserem "Fluchttage" leider nicht so zeitig auf, wie es sinnvoll gewesen wäre. 😂 So war es fast neun, bis wir endlich auf die Straße kamen.

Wir überließen unseren Navis die Wahl der besten Route - und es lief echt gut. Das hatten wir um diese Uhrzeit gar nicht erwartet.

Auf einer dreispurige Schnellstraße mitten in der Stadt waren wir kurzzeitig alleine unterwegs. Echt creepy. 🫣

Dichter wurde der Verkehr erst in den Vororten, als wir dann nicht mehr entspannt auf einer Schnellstraßen-Trasse fahren konnten, sondern direkt an Märkten und Geschäften vorbei mussten. Da herrscht immer absolutes Chaos.

Bis Haridwar waren es über 200km. Das werden wir auf den Rückweg auf zwei Etappen splitten, da es durch den teilweise dichten Verkehr und mehrere Stadtdurchfahrten eigentlich zuviel war.

In Haridwar hatten wir unsere Unterkunft schnell gefunden - eine gute Wahl an einer Einkaufsstraße. Schick, aber zu einem moderaten Preis.

Er erkundeten die Einkaufsstraße - und steuerten zielsicher Burger King an. Hier stellen wir fest: 100% Vegetarisch.

Klar! Haridwar und auch Rishikesh sind hinduistische Pilgerstätten, und fleisch- und alkoholfrei.

Am nächsten Tag machen wir uns mit einem Tuk-Tuk auf den Weg zu den Tempeln am Ganges. 

Erstes markantes zu Ziel war eine große Shiva-Statue, an der wir uns absetzen ließen.


Von hier aus ging es nun immer am Ufer des Ganges entlang, wieder zurück Richtung Stadt, wo wir uns ein anderes Tuk-Tuk zurück zum Hotel nahmen.

Der Tag war noch jung - was könnte man jetzt noch machen? Schuhe kaufen! 


Acht VerkäuferInnen im Laden, aber "eine Nummer kleiner - die sind zu groß" wurde trotzdem seeehr zäh umgesetzt. 😂

Im Gegenzug mussten die alten Turnschuhe entsorgt werden. Es ist einfach kein Platz für ein zusätzliches Paar. Bei unserem spärlichen Platz geht nur ersetzen.

Und dann ging's mal wieder zum Friseur. 😅 Diesmal war ich dran.


Abendessen gab es bei Domino's. 🤗

Wir hatten neulich das Thema: irgendwie schon lustig. Wenn man länger in einem Land bleibt, wie wir nun in Indien, kann man entspannt auch mal nicht-indisch essen. Man hat nicht das Gefühl, etwas zu verpassen, wenn man einen Burger oder eine Pizza isst. 😅



Dienstag, 17. Oktober 2023

Neu-Dehli, die Erste

Wer fährt eigentlich freiwillig nach Dehli rein? Und dann noch weiter durch, bis in den Süden der Stadt? 😅

Aber wie schon erwähnt, wir hatten es uns schlimmer vorgestellt. Eigentlich war es nicht anders als zum Beispiel Lahore in der Rushhour. 
Einziges Problem mit den Indern: Sie rempeln und es ist ihnen sch***-eagl! 🫣

Unsere Motorräder standen aber nun erstmal sicher und die paar hundert Meter bis zum naheliegenden Hyatt Hotel konnten wir sicher zu Fuß überbrücken.

Dort trafen wir uns wie vereinbart und von langer Hand geplant mit Christine, einer Flugbegleiterin. Sie ist unser rettender Engel, da sie uns Ersatzteile aus Deutschland mitgebracht hat. Genau genommen ein Ersatz-Headset (Funk) für den Helm, sowie ein Ersatz-Motorrad-Navi. Beides hatte uns zuvor mein Lieblingskumpel Michael besorgt und per Paket an Christine geschickt.

Des weiteren gab es auch noch zwei kleine Nummernschilder, da diese in Indien auch vorne am Motorrad Pflicht sind. Wir wurden schon von der Polizei darauf hingewiesen.

Im Gegenzug nimmt uns Christine ein paar Sachen wieder zurück nach Deutschland, was insgesamt fast einen halben Koffer an Volumen ausmacht.

Nachdem das ausgetauscht war, machten wir uns gemeinsam auf Futtersuche. Rund um unsere Hotels war jetzt alles wegen Sonntag geschlossen, so dass wir uns einen Wagen per Uber besorgten, und zu einem nahe gelegen Markt fuhren.

Ohne auf die verlockenden Angebot von Apple Kopfhörern oder Gucchi Taschen einzugehen 🤪🤣, schlugen wir uns bis zu einem kleinen Restaurant durch, wo wir es uns gut gehen ließen.

Wir haben Uber noch nie selbst probiert, müssen das aber beim nächsten Mal echt auch antesten.  Sah einfach aus. 🤣

In Hotel gleich mal die SD Karte für Indien in das neue Navi eingesetzt. Das wird dann morgen gleich ausprobiert.

Damit ist unser erster Besuch in Dehli erstmal erledigt. Morgen wollen wieder raus aus der Stadt und in die Berge, um die Zeit zu überbrücken, bis der hiesige BMW Händler das in Deutschland bestellte Ersatzteil für die GS bekommt. Da soll wohl noch 1 bis 1,5 Wochen dauern. Dann starten wir das zweite Abenteuer Dehli.

Anreise nach Dehli

Über die zwei Tage Fahrt nach Dehli gibt es nicht wirklich viel zu berichten. Strecke machen und unterwegs einfach anzufahrende Hotels suchen. 

Die erste Übernachtung war in Bilaspur. Vom Ort selbst haben wir nicht viel gesehen. Nur ran ans Hotel und nach einem Zimmer gefragt - das sogar angenehm günstig war.

Für das Geld gab es ein sauberes Zimmer und einen Balkon mit Blick auf den See. 



Inklusive Sonnenuntergang. 🤗


Und abendlichem Besucher auf dem Balkon. Der war mir lieber als neulich die Huntsman Spinne. 

Das Abendessen war gut und ausreichend, zum See hin war die Nacht ruhig. Passte also.


Für die zweite Übernachtung machten wir nochmal eine größere Strecke - um die 250km - bis Karnal. 

Hier machten wir uns nicht einmal mehr die Mühe, ein Hotel auszusuchen, sondern steuerten direkt ein Motel am Highway an.

Das Zimmer war dafür sogar wirklich erstaunlich groß und gut ausgestattet, was uns aber für "nur übernachten" ziemlich egal war. 

Verpflegung gab es eine Etage tiefer im Food Court. 16 unterschiedliche Fastfood Restaurants, die 24/7 geöffnet haben. 



Ein weiterer Vorteil der Lage am Highway: Es konnte am nächsten Morgen direkt durchgestartet werden. Es waren noch rund 150 km bis Neu-Dehli.

Es lief ansich gut, nur die letzten rund 20 km waren anstrengend. Großstadt halt. 

Aber wir hatten es uns eigentlich noch schlimmer vorgestellt. Eigentlich war es nicht anders als Lahore oder Islamabad.

Wir erreichten die Straße mit den vorab ausgesuchten Hotels, stellten die Motorräder ab und ich machte mich zu Fuß auf die Suche nach einer Unterkunft.

Hotel eins und zwei habe ich nach einem kurzen Blick in den Flur fluchtartig verlassen. 😅 Hotel drei machte einen etwas besseren Eindruck, hatte einen eingezäunten Parkplatz, und wurde nach einem kurzen Blick ins Zimmer genommen. Für Dehli und den Preis war die Unterkunft ok.

Freitag, 13. Oktober 2023

Manali

Von Kasol aus ging es erst die besagten 48 km runter bis ins Beas River Tal, und dann weiter das Tal hinauf, nach Manali.

Am Ziel angekommen fuhren wir zuerst die Hauptstraße, die Mall Road, einmal durch, konnten jedoch keines der vorab ausgesuchten Hotels entdecken.

Also umdrehen, ab ins Parkhaus und das ganze zu Fuß erkunden.

Kaum hatten wir die Motorräder abgestellt, stand ein Local mit mehreren Flyern neben uns. 

"Need room? Looking for hotel? Good price!"

Normalerweise winken wir da immer gleich ab, aber angesichts der verwinkelten Altstadt ließen wir uns dieses Mal darauf ein und stapften in den Motorradklamotten hinter unserem Guide her. 😅

Hotel Nummer eins hatte keinen richtigen Parkplatz und das Zimmer roch nach kaltem Zigarettenrauch. Hotel zwei hatte keine Duschen 😳. Hotel drei keine freien Zimmer. Mit Hotel vier wurden wir endlich fündig. Zimmer neu und sauber, Bad gut, Balkon vorhanden, Parkplatz ebenfalls. Für unseren Helfer gab es ein Trinkgeld, was ihn offensichtlich freute. 

Nachdem wir uns umgezogen hatten, gingen wir die wenigen Meter zur Fußgängerzone und machten eine erste Erkundungsrunde.

Am oberen Ende der Straße entdeckten wir im Tiefparterre ein kleines Café und lernten den Besitzer Himanshu kennen. Er liebt ebenfalls das Reisen und Motorräder (aber noch lieber seinen Jeep), und freut sich immer über kunterbunten Besuch aus aller Welt.


Wir besuchten das buddhistische Kloster in der Altstadt und ließen den Tag chillig ausklingen.


Den zweiten Tag begannen wir wieder im Cafe Amigos mit einem Frühstück, und machten abschließend einen Spaziergang durch den Park. 

Ein bisschen bummeln, ein frisch gepresster Saft in der Sonne sitzend.



Was nun? Chillen ist ja gut, aber irgendwie war uns nun doch langweilig. 😅

Wir schnappten uns Tuk-Tuk und ließen uns ein paar Kilometer aus der Stadt rausfahren. Eigentlich wollten wir zu den "Hot Water Springs" - der Fahrer setzte uns jedoch an einem Tempel ab. 🤔 OK, da gab es ebenfalls heiße Bäder für die Pilgerer. Aber irgendwie war das wohl ein Missverständnis. 😅


Wir nutzten dies zu einer kleinen Wanderung zu einem Wasserfall. 


Zurück in dem kleinen Ort teilten wir uns eine - extremst yummi - Portion Momos. Sehr lecker.

😋 Unser liebstes Fastfood bisher in Indien.


Zum Glück konnte ich von der Terrasse aus winkend ein Tuk-Tuk stoppen, so dass die Rückfahrt auch gesichert war.

Zurück in Manali stolperten wir gleich über Himanshu, der gerade einem Freund die Stadt zeigte. Wir verabredeten uns für später zu Tee und Live-Musik. 🤗

Leider hieß es am nächsten Morgen schon wieder Abschied nehmen von Manali. Dort hätten wir es noch länger aushalten können.

Wir rollten das Tal wieder hinunter, trafen unterwegs noch einen radelnden Inder, der Nepal und Buthan bereist, und einen Stopp an einer Baustelle für ein Interview für seinen Vlog nutze. Leider habe ich keine Adresse von ihm. 


Über die Behelfsstrecke ging es wieder zurück auf die Hauptstraße Richtung Manali und weiter gen Süden.