Dienstag, 21. November 2023

Pune / Shaniwar Wada

Der zweiter Sightseeing Tag in Pune begann am Shaniwar Wada Fort. 


Zusammen mit vielen vornehmlich indischen Besuchern schoben wir uns an der Kasse vorbei, und flanierten anschließend einmal durch die Anlage bzw. einmal auf den Festungsmauern rundherum. Unterwegs wurden wir auf Deutsch angesprochen, von einem in München lebenden jungen Inder auf Heimatbesuch. Er konnte uns erklären, warum das Fort außen unbeschädigt ist, jedoch innen die Gebäude fehlen. 🤔


Die inneren Gebäude wurden durch die Briten abgerissen. Warum, blieb uns aber trotzdem schleierhaft. Wieso nicht übernehmen und die Gebäude anders verwenden? 😳

Direkt neben dem Fort liegt der Laal Mahal Palast.

Laal Mahal

Der Laal Mahal (Roter Palast) von Pune ist eines der berühmtesten Denkmäler in Pune, Indien, wo Shivaji I., Gründer des Maratha-Reiches, seine Kindheit verbrachte.


Anschließend ging es zu Fuß ein paar hundert Meter die Straße runter bis zum Shreemant Dagdusheth Halwai Ganpati Mandir, einen großen Hindu-Tempel, der Lord Ganesha gewidmet ist.


Leider interessierten nicht nur wir uns für den Tempel, sondern auch hunderte Gläubige. So ließen wir einen Besuch im Inneren ausfallen und reihten uns nicht in die Schlange der Wartenden ein.


Nach einem weiteren Spaziergang durch die Altstadt Punes ging es dann zurück ins Hotel. 


Pune / Aga Khan Palace

Der ursprüngliche Plan war, in Pune für zwei Nächte ein Hotelzimmer zu nehmen, und an dem fahrfreien Tag dazwischen die Stadt zu besichtigen. 

Leider machte uns eine Erkältung einen Strich durch die Rechnung, so dass wir außer Futtersuche und Besuch der Apotheke in der Nachbarschaft nicht viel unternahmen. 

Als wir am zweiten Tag dann nach einer weiteren Nacht im Hotel fragten, wurden wir leider mit “sold out” abgewiesen. 😳

Es blieb uns nichts anderes übrig, als uns eine andere Unterkunft zu suchen und am nächsten Tag umzuziehen. So packten wir unsere sieben Sachen aufs Motorrad und fuhren rund 6 km zur nächsten Unterkunft. 

Hier waren wir recht früh dran, so dass wir erst nur unsere Tankrucksäcke und Helme im Gepäckraum deponieren konnten, und uns dann gleich mit einem Uber auf Sightseeing begaben.

Erstes Ziel war der Aga Khan Palace, der ein Museum zu Mahatma Ghandis Leben beherbergt.


Von Palast aus fuhren wir weiter zum sogenannten Osho Park, den wir einmal zu Fuß umrundeten. 

Wenn da ein Baum steht, dann steht da eben ein Baum. Der hat Vorfahrt in Indien. 😂


Osho ist der spätere Namen von Bhagwan.

Bhagwan Shree Rajneesh

Dort, wo früher der ursprüngliche Ashram stand, ist heute ein großes Zentrum, in dem man gegen entsprechende Beträge Meditationskurse und Therapien buchen kann.


Der Tag war noch jung - zu jung - um schon ins Hotel zurück zu fahren.

So machten wir Mal wieder einen Abstecher in eine Shopping Mall, auch wenn wir nichts kaufen wollten. Irgendwie doof, wenn man so gar keinen freien Platz im Gepäck hat. 😅 So macht Shopping gar keinen Spaß. 

Zurück in Hotel klappte es dann auch problemlos mit dem Check-in und dem Bezug unseres Zimmers. ☺️


Donnerstag, 16. November 2023

Udaipur nach Pune - Strecke machen

Die nächsten vier Tage ging es nur darum, weiter nach Pune zu kommen, dem nächsten interessanten Zwischenziel.

Wir hatten die Wahl, nach Mumbai (23 Millionen EW) oder Pune (6 Millionen EW) zu fahren. Gegen Mumbai sprach der Zeitdruck, weil wir uns gerne eine Woche Zeit nehmen würden zur Besichtigung. Das wiederum passte nicht zu unseren Plänen, zwei Wochen später in Goa zu sein.

Das wir nur die Schnellstraßen verwenden können, sind 200-250 km am Tag das Maximum. Besonders die Stadtdurchfahrten erfordern Aufmerksamkeit und Zeit. 

Erstes Etappenziel war Ahmedabad. Das Hotel war strategisch gut an einer Ausfallstraße gelegen, so dass wir eigentlich nur um den Außenring… den wir jedoch verpasste  und mal wieder mitten im dichten Stau der Innenstadt landeten. 😅

Das Hotel war funktionell, die Motorräder standen sicher in der Tiefgarage.

Am Sonntag war der höchste Tag von Diwali, was auch im Hotel mit üppiger Dekoration und auf den Straßen mit Feuerwerk und Böllern gefeiert wurde.

Es gab etwas zu essen und Eis im selben Gebäudekomplex. Erfüllte also den Zweck.


Die Weiterreise am nächsten Morgen klappte schon besser. Raus aus dem Hotel, Ausfallstraße, Außenring.

Die zweite Übernachtung war in Ankleshwar. Was für eine schreckliche Stadt! Mit sehr viel Schwerindustrie stank die Luft nach Schwefel und Chemie, auch um und im Hotel, trotz geschlossener Fenster und Klimaanlage. Am nächsten Morgen brannte die Nase und die Augen, ich hatte Halsweh von der Klimaanlage. Wir waren einfach nur froh, dort wieder wegzukommen, obwohl das Hotel selbst echt nett war. 

Abendessen gab's vom Zimmerservice, da im Restaurant eine größere Gesellschaft war.


Eine weitere Übernachtung hatten wir in Nashik eingeplant. Auch hier wieder gut erreichbar an einer breiteren Straße eingeplant. 


Somit gab es leider rundum am Abend auch wieder nichts zu besichtigen. Wir machten zwar noch unseren obligatorischen Abendspaziergang, wobei wir auch gleich einen Friseur für Arnim fanden und Getränke kaufen konnten, aber sonst hatte die Gegend nicht viel zu bieten. 


Fischhändler in der Nachbarschaft des Hotels.



Die letzte Etappe führte uns weiter nach Pune, wobei wir dieses Mal nicht komplett über Schnellstraßen fuhren, sondern eine Querverbindung durch die Berge fanden.


Landschaftlich sehr schöne Strecke, jedoch mit viel Verkehr, etlichen Ortsdurchfahrten, einem riesigen Markt, durch den es nur im Schritttempo ging und immer wieder Warnungen vor Wildwechsel.  🫣


Montag, 13. November 2023

Udaipur / Monsoon Palace und Sajjan Garh Biological Park

Der zweite Tag begann mit einem Besuch des Monsoon Palace, der hoch über der Stadt Udaipur auf einem Berg thront. 


Hier ist wirklich nur die Lage interessant, der Palast ansich ist eher enttäuschend. 

Spektakulär ist jedoch die Aussicht.


Der Erbauer Maharana Sajjan Singh verstarb 1884 im Alter von nur 25 Jahren. Vermutlich wurde der Palast deswegen nie vollendet und ausgestattet.

Hoch zum Palast und wieder runter kommt man mit einem Jeep. Bei 5 km Wegstrecke waren die 100 Rupees pro Person gut investiert.


Unterhalb des Palastes gibt es einen Zoo, den der Maharana schon für die Erholung der Bevölkerung erbauten ließ.

Normalerweise besuchen wir keine Zoos, da wir das Konzept "Tiere in Käfigen zum ankucken" nicht mögen, aber dieser Park ist erstaunlich weitläufig angelegt mit großen Ausläufen. Da könnte auch mancher europäische Zoo noch etwas abschauen. 

Am Eingang sprach uns eine indische Familie an, ob wir Lust hätten, uns mit ihnen einen Golfkart zu teilen. So wäre es für jeden etwas günstiger. Für weitere 100 Rupees pro Nase nahmen wir das Angebot an.

Es war ganz OK, um sich einen Überblick über den Zoo zu verschaffen, aber leider war der Fahrer zu schnell unterwegs und hielt nur an ein paar ausgewählten Stellen, und dies gefühlt auch immer viel zu kurz.

Als wir wieder zurück am Eingang waren, beschlossen wir, den 2,5 km langen Rundweg einfach nochmals zu Fuß abzulaufen.

Außer uns waren kaum noch andere Besucher unterwegs, so konnten wir in Ruhe an den Gehegen längere Zeit stehen bleiben und es zeigten sich weit mehr Bewohner, als bei der ersten Runde in Golfkart.


Lustig an Auslauf der Goldschakale: "Haben sie zwei Rudel in nebeneinander liegenden Gehegen?" - als uns kurz darauf ein Schakal auf einem der Wege begegnete, war klar: das eine Rudel war im Gehege und Zootiere, die anderen liefen offensichtlich frei rum und waren Wildtiere. 

Zum Glück stehen Menschen nicht auf der Speisekarte der Goldschakale. 😅