Samstag, 2. März 2024

Lucknow, Chota Imambara und Bara Imambara

Nach dem Frühstück, das heute tatsächlich den Weg in unser Zimmer gefunden hatte 😂, fuhren wir zuerst zur Chota Imambara. Über Nacht hatte es angefangen zu regnen und es ist merklich abgekühlt, weswegen wir nun ein normales Taxi nahmen.

Vor Ort kauften wir uns für 500 Rs. pro Person ein Tagesticket für vier Gebäude und fingen in der Chota Imambara an. 

Wir hatten noch eine weitere Moschee, die Jama Masjid, in der Nachbarschaft entdeckt, zu der wir einen Abstecher machten. 

Danach ging es weiter zur Picture Gallery, die uns am Vortag zu teuer war. 😅 Nun, mit dem Kombiticket, war die eh dabei. Also kurz Bilder angekuckt - hätte sich wirklich nicht gelohnt 😂
Und dann das Foto gemacht, das wir am Vortag schon machen wollten. Leider war heute das Wetter aber nicht mehr so schön.

Nach einen Orangensaft vom schon bekannten Saftstand gingen wir weiter zur Bara Imambara, die wir heute besichtigen durften.



Seitlich der Halle gibt es einen Aufgang mit einem unscheinbaren Schild: 

Erstmal ganz nach oben:

Als Regen einsetzte, war die Dachterrasse schlagartig leer 😅

Wir machten uns auf den Weg nach unten - und fanden uns nun wirklich in einem verwirrenden Labyrinth aus Gängen und Treppen wieder.

Anfangs noch ganz lustig - nur war das ganze unbeleuchtet und zappeduster, so dass man sich mit der Handy-Lampe durch's Dunkel tasten musste. 😨

Gut, dass meine Handy-Kamera einen Nachtmodus hat. 😂
Manche Wege endeten in Sackgassen. Oder man fand nur wieder Treppen nach oben, jedoch nicht nach unten. Gruselig. 

Wir waren auf alle Fälle froh, als wir den Ausgang gefunden hatten. 😅

Nachdem wir unsere Schuhe aus der Schuhaufbewahrung befreit hatten, ging's zum Ausgang und dann mit einem Tuki und Zwischenstop in einer Mall 😁 zurück zum Hotel.
Mit 18-22 Grad war's heute ganz schön frisch und im Tuki auch ziemlich zugig. 🥶

Lucknow, City und Zoo

Nachdem wir viel zu lange und dann auch noch vergebens auf unser versprochenes Frühstück gewartet hatten, zogen wir schließlich hungrig los zur Besichtigungstour von Lucknow.

Erstes Ziel mit den Tuk-Tuk war die Bara Imambara. 

Imambara oder Hoseiniye ist eine Schiitische Versammlungshalle. Bara bedeutet groß.

Ok - hätte man vorab ahnen können: Es war Freitag, und zumindest bis 15 Uhr war der Zutritt zu Park und Moschee Moslems vorbehalten. 

Nicht so schlimm. Dann machten wir uns eben zu Fuß auf den Weg zum Clock Tower Hussainabad, einem weiteren Wahrzeichen der Stadt.

Um einen guten Ausblick auf den davor liegenden See zu haben, überlegten wir, in die Picture Gallery zu gehen. Für 200 Rs. pro Person für "einmal runterkucken" war es uns das aber doch nicht wert.  

Für das Geld haben wir vor der Galerie zwei große, frische Orangensäfte getrunken. Da war das Geld besser investiert. 😅

Nächstes Ziel unseres Spaziergangs war die Chota Imambara, die kleine Versammlungshalle. 

Dort hätten wir zwar trotz Freitag reinschauen können, benötigten jedoch ein Eintrittsticket. 
Nun hatten wir die Wahl zwischen Einzelticket (200 Rs.) oder Kombiticket (500 Rs.) für vier Gebäude. Dieses Ticket ist jedoch nur am jeweiligen Tag gültig. Deswegen verschoben wir das weitere Sightseeing in Lucknow auf den nächsten Tag. 😅 Da kam der Schwabe durch.

Stattdessen, um den Nachmittag noch zu nutzen, nahmen wir uns ein Tuk-Tuk und fuhren zum Nawab Wajid Ali Shah Zoological Garden. Für 80 Rs. ging's in den Zoo. 

Ansich, vom Park her, ist der 1921 eröffnete Zoo schön angelegt. Jedoch sind die Haltungsbedingungen für viele der Tiere nicht gut und sogar für die Besucher deprimierend. Am schlimmsten fand ich persönlich das Noctural House mit den Stachelschweinen und Eulen. 🥺


Leben im Ganges? 😳 OK. Ich bin ja kein Frosch, also keine Gefahr. 😅

Man sieht, wo der Park erweitert und neue Gehege geschaffen wurden. Diese gehen weg von den trostlosen Betongehegen der Anfangszeit, die im alten Teil noch in Verwendung sind. 

Zum Abschluss unseres Rundgangs gönnten wir uns für 20 Rs. noch eine Runde mit dem Bimmelbähnchen durch den Park. 😅

Mittwoch, 28. Februar 2024

Kanpur

Die Weiterfahrt nach Kanpur verzögerte sich etwas, da es morgens beim Frühstück anfing zu regnen und gewittern.

Allzulange wollten wir trotz allem nicht warten, so dass wir in einer Regenpause die Pellen überzogen und die Flucht nach vorne wagten.

Nach 15 km hieß es erstmal Zwangspause. Das Gewitter hatte uns eingeholt. In einem Shop am Straßenrand fanden wir Zuflucht.

Die Strecke nach Kanpur war mega anstrengend wegen Hunderten von Baumaterial-Laster. Man ist nur damit beschäftigt, zu überholen - hat aber permanent Gegenverkehr. Fährt man zu zögerlich, wird man von hinten von Lastern oder Bussen angeschoben, die einen mit lautem Gehupe vor sich her treiben, oder eben selbst überholen. Gegenverkehr hin oder her. Wird es eng, wird eben das Zwei/Dreirad in die Rabatten gedrängt.

Kanpur selbst ist auch kein Lichtblick, zumal wir durch die verzögerte Abreise mitten im Feierabendverkehr landeten. Die halbe Stadt ist für den Bau einer neuen Metrolinie aufgerissen und der Verkehr quetscht sich auf Erdpisten und durch Schlaglöcher mehrspurig durch die Straßen, alles unter ohrenbetäubendem Gehupe. 😵

Das Hotel mitten in der Stadt war zwar über einen großen, breiten Highway erreichbar, der aber nur eine kilometerlange Schlamm- und Dreckpiste war. Entsprechend sahen wir auch aus, als wir in Hotel ankamen. Egal - gebucht ist gebucht. 🤪

Viel hatten wir uns in Kanpur nicht vorgenommen. Auf dem Programm stand zuerst der Radha Krishna Mandir Tempel, den wir problemlos per Uber-Tuki erreichten.

Zu Fuß ging es weiter zum Moti Jheel Park.
Während wir durch den Park flanierten, lud mir Arne mein Uber-Konto wieder auf - es hat sich als sehr praktisch erwiesen, die Tukis mit dem Wallet online zu bezahlen, anstatt in bar. Einen Tip in bar gibt's dann trotzdem immer noch obendrauf.

Weiter ging es also mit einem Tuk-Tuk zur Z Square Mall, einem riesigen Einkaufscenter.


Verwirrend - es hängt noch überall die Weihnachtsdeko (28.02)  😅 Keine Ahnung, ob das als Motto dient. 🤔

In der zweitobersten Etage wie immer der Food-Court, wo wir dann gleich das Thema Lunch/Dinner erledigten. 


Anschließend ging es zurück zum Hotel. Mit dem Tuk-Tuk. Das letzte Abenteuer Indiens! Überleben im Tuk-Tuk in Kanpur 🤪


Mit solchen Verkehrsbedingungen schlagen wir uns tagtäglich rum 😅