Donnerstag, 4. Januar 2024

Mysore, Sightseeing

Mysore liegt auf halbem Weg nach Coimbatore, weswegen wir es als Zwischenziel für eine Übernachtung ausgewählt hatten. Dass es hier einen großen und sehenswerten Palast gibt, fanden wir erst danach heraus. 😅 So beschlossen wir, in Mysore einen Sightseeing-Tag und zwei Übernachtungen einzuplanen.

Am nächsten Morgen gingen wir zu Fuß das kurze Stück zum Palast, kauften uns zwei Tickets zu je 100 Rupees (ca. 1,20€), und machten uns an die Besichtigung. 

Als ich gerade den Tempel direkt am Eingang zum Palast-Park besichtigt hatte, tauchten Christiane und Elan auf. ☺️ Mit den beiden hatten wir gar nicht gerechnet, weil wir uns am Vorabend schon verabschiedet hatten. 

Aber wie es immer ist: geteilte Erlebnisse machen gleich doppelt soviel Spaß, und so besichtigten wie den Palast gemeinsam. 

Ein wirklich beeindruckendes Gebäude - sowohl von der Größe her, aber auch von der Ausstattung. 

Was wir in Indien nun schon längere Zeit nicht mehr hatten, wurde in Mysore wieder mehrfach angefragt: "Selfie?" - immer wieder lustig, dass die Inder so gerne Fotos mit uns Europäern machen. 😅
Aber klar - wer uns fotografieren will, den lichten wir ebenfalls ab. 😁

Aber am besten war wirklich diese Gruppe Frauen, die mich einluden, ein Foto mit ihnen zusammen zu machen, nachdem ich ihre tollen Sarees gelobt hatte.

Nach der Besichtigung des Palastes verabschiedeten wir uns nochmals von Christiane und Elan, spazierten noch ein bisschen durch den Park und weiter in die Innenstadt. 



Anschließend gab es noch einen Nachtisch in einem fancy Cafe. 😅

Geschätzte 20.000 Kalorien. 🤣

Der Tag war noch jung, Tuk-Tuk fahren ist günstig, was machen wir als nächstes? Railway Museum!

Nicht sehr groß, kostet aber nur 50 Rupees Eintritt, inklusive einmal Bimmelbähnchen fahren.


Und danach? 🤔 Auf einem anderen Tuk-Tuk hatten wir Werbung für "Underwater Zone" gesehen. Okay - ist auch nicht weit. Dann eben noch dorthin. 🤣

Nächstes Ziel war ein Ersatzteilhändler für Royal Enfield, um zwei Ölfilter inkl. Dichtungen zu kaufen.

Zu Fuß ging es danach die paar Meter zurück zum Hotel, wo wir den Abend mit ein paar Mocktails im Rooftop Restaurant ausklingen ließen. 

Mittwoch, 3. Januar 2024

Weiterreise nach Mysore

Nun wurde es Zeit, Bangalore wieder zu verlassen. Wir hatten einiges erledigt. Der Kofferträger der GS war repariert, die Himalayan hat neue Reifen, wir konnten überschüssiges Gepäck loswerden - das geht am Wochenende mit Christine, die wir bereits in Delhi getroffen hatten, zurück nach Deutschland. Wir waren in Sri Lanka gewesen, haben eine Christmas House Party 🎅und Silvester 🥳 mitfeiern dürfen. 

So packten wir unsere sieben Sachen wieder auf die Motorräder und machten ein Abschlussbild mit Kathy und Arne, Bruscar und Rex. 

Es blieb noch Zeit, Kathys Honda Navi probezufahren. 😀

Die Hunde machten auch einen traurigen Eindruck, als wir sie verließen.

Der Verkehr in Bangalore war erstaunlich überschaubar. Waren wir schon abgehärtet - oder abgestumpft? 😅 Bangalore ist auf Platz eins weltweit, was das Verkehrschaos angeht. Nirgendwo steht man länger im Stau. 

Ansich war es gut zu fahren, nur dass wir uns an irgendeiner Stelle verfuhren und dann gefühlt eine zusätzliche unnötige Stunde durch Bangalore irrten, bis wir endlich auf der Ringstraße NICE Road (Nandi Infrastructure Corridor Enterprise) landeten. Der Name ist passend, weil man wirklich sehr entspannt gegen einen verhältnismäßig geringen Obolus (Motorrad max. 100 Rupees = 1,10€) die Stadt umfahren kann.

Als wir von der Ringstraße abfuhren, landeten wir auf einer Schnellstraße und hatten nach wenigen Metern den Verdacht, dass das als Expressway mal wieder nicht für Motorräder zugelassen war. Das Problem haben wir indisch gelöst. 😅 Einfach wenden und auf dem Standstreifen gegen der Fahrtrichtung wieder zurückfahren, 🫣🤣 Kommt auf die Liste: “Dinge, die wir uns in Deutschland wieder abgewöhnen sollten” 🤪

Wir fuhren dann etliche Kilometer parallel zur Schnellstraße, bis wir der Meinung waren, dass es kein Expressway (NE), sondern nur ein Highway (NH) ist, und wir den doch benutzen könnten.

OK - sahen die beiden Polizisten anders, die uns kurze Zeit später zum Anhalten zwangen. 🤣 Arnim musste 500 Rupees (ca. 5,50 €) zahlen, mir gelang die Flucht ohne Bußgeld. 😝

Ansonsten verlief die Fahrt nach Mysore ohne große weitere Vorkommnisse und war auch recht ruhig. 

In Mysore hatten wir schnell unser Hotel gefunden. Einchecken, Motorräder parken, Zimmer beziehen.

Als wir gerade das Hotel verlassen wollten, um uns auf die Suche nach einem Getränkeladen zu machen, sprach uns ein Paar an. Christiane aus Belgien und Elan aus Chennai. Wir kamen ins Gespräch und machten ein gemeinsames Selfie. 

Was wird denn noch vorhätten? - Die beiden hatten einen Wagen mit Fahrer und luden uns ein, mit in die Stadt zu kommen. Klar - warum denn nicht? Wir hatten schließlich nichts weiter vor. 

Zuerst ging es in zwei Läden für Saree-Stoffe, wo Christiane Mitbringsel für ihre Freunde Zuhause kaufte. 

Danach bummelten wir noch etwas durch die Stadt und über den Markt. Zurück im Hotel ließen wir dann zusammen den Tag auf der Dachterrasse ausklingen.


Bangalore, Neujahr

Wieder etwas, was mich erstaunte: in Indien ist Neujahr kein Feiertag - da ist Diwali von größerer Bedeutung.

Das bedeutet, die Geschäfte und Restaurants haben normal geöffnet. Es arbeiten zwar nicht alle, aber doch sehr viele an dem Tag. Es ist eine Mischung aus "Wir haben frei und unternehmen etwas", und "Ganz normaler Arbeitstag". 

Unsere Gastgeber arbeiteten auch, so nutzten wir unseren letzten Tag in Bangalore nochmals zu einem Ausflug, zu den Lal Bagh Botanical Gardens.

Auch wenn der Verkehr auf der Fahrt zum Park für Bangalore ruhig war, war vor und im Park einiges los. 

Direkt an Eingang kann man den Besuch mit dem Besteigen eines riesigen Felsens beginnen.

"Tattoo to Go" im Park:

Danach spazierten wir gemütlich einmal durch den Park, wobei uns vor allem die alten riesigen Bäumen beeindruckten.

Das kennt man bei uns als Zimmerpflanze:

Eine der Hauptattraktionen des Parks ist das große Gewächshaus. 

Nach dem Parkbesuch waren wir mit Anil und Deepali, zwei Overlandern aus den USA, zum Kaffee verabredet. Wir trafen uns an einem Cafe, wo auch jedoch kein Parkplatz für ihren Wagen gab. So fuhren wir kurzentschlossen zum Rotary Club von Bangalore, wo Anil Mitglied ist. Auch mal interessant, so etwas von innen zu sehen. 

Die beiden reisen mit ihrem Toyota Landcruiser mit Dachzelt um die Welt und sind als Botschafter für Organspenden unterwegs. 


Bangalore, Sylvester

Der Tag begann mit einem Ausflug in den Hundepark 🐕🐕
Leider sind in fast allen Parks in Bangalore Hunde verboten, mit Ausnahme des Cubbon Parks. Dort treffen sich am Sonntagmorgen jeweils die Vierbeiner, um auf einem eingezäunten Areal mit ihren Artgenossen spielen und rennen zu können.

Unsere Freunde packten ihre beiden Hunde in ihre Rikscha, wir bestellten uns eine eigene und trafen uns dann am Park.

Nach der Spielstunde machten wir beide uns zu Fuß auf den Weg, um noch ein paar andere Plätze in Bangalore zu besuchen. Zuerst ein Spaziergang durch den Cubbon Park.

Eine rollende Bibliothek:

Warnschild in Park 😳

Anschließend ging es für ein paar Bilder zum Parlament, das man jedoch nur von außen besichtigen kann. 

High Court Bangalore:

Nächstes Ziel war das Visvesvaraya Industrial & Technological Museum. Hier war die Hölle los. 
Klar - Sonntag und Sylvester. So machten viele Familien einen Ausflug und beschäftigen ihre Kinder in dem interaktiven Museum. 

Nach einem weiteren Spaziergang und einem Kaffee ging es erstmal wieder zurück zu unserer Unterkunft. 

Der Silvesterabend verlief überraschenderweise angenehm ruhig. In ganz Bangalore ist der Verkauf von Böllern und Feuerwerk verboten. So sahen wir um Mitternacht auch nur ein paar kleine, private Raketen, jeweils ein paar Parallelstaßen entfernt. Sonst blieb es ruhig.

Wir haben mit Kathy und Arne den Abend sehr entspannt verbracht. Mit Bratwürsten, "German Brezel", Netflix kucken und "Dinner for one". Erstaunt hat mich übrigens, dass man im englischsprachigen Raum den Film gar nicht kennt. Darüber hatte ich noch nie nachgedacht, dass es ja eigentlich eine deutsche Produktion ist, mit englischen Schauspielern.